Montag, 13. April 2009
Wölfe "Canis lupus"
Wölfe "Canis lupus"
Geschichte / Allgemeines rund um den Wolf:
Ganz am Anfang wurde der Wolf verehrt, erst später bekam er sein negatives Image zugesprochen. Er wurde zum Konkurrenten vom Menschen, die in ihrer Besiedelung immer mehr zunahmen und mehr Nutzen aus der Landwirtschaft zogen. Der Wolf töte das Vieh der Bauern und das Wild der Jagdherrn. Somit wurde er zum Sündenbock für die furchtbare Lebenssituation der Menschen gemacht. Ein Symbol des Bösen, gleichgestellt mit dem Teufel selbst.
Gleichzeitig entstanden viele Mythen um und mit dem Wolf. Der Wolf wird als Ursprung von Städten erwähnt, wie bei Milet in Kleinasien oder Rom in Italien. In beiden Fällen war es eine Wölfin (Italienisch: La Lupa), die ausgesetzte Kinder aufgenommen hatte, die den Ursprung der Stadtgründung wurden. In Rom waren es die Zwillinge Romulus und Remus. In Delphi (früher Lyconia) in Griechenland oder in Lycopolis in Ägypten wurde die Stadt dem Wolfsgott geweiht. Wotan, der oberste Gott der Germanen wurde ständig von 2 Wölfen (Geri und Freki) begleitet. Im Gegensatz dazu, stellte der Wolf in Indien oder in Skandinavien die Nacht dar, er war das Symbol für das Ende der Welt. Gleichzeitig brachte man den Wolf aber auch mit Mut und Ehre in Verbindung. Die Ureinwohner Amerikas, die Indianer, sahen den Wolf als großen Pfadfinder und Lehrer. Der Wolf war für sie ein großer und kraftvoller Geist der Natur, von dem sie lernen und dessen Schutz sie erbaten. Selbst die Eskimos, Griechen und Römer hatten ein normales Verhältnis mit dem Wolf.
Die Vorfahren des Wolfes, waren Fleischfresser, die vor 100 bis 120 Millionen Jahren auf dem nordamerikanischen Kontinent lebten. Er hat sich ursprünglich in den nördlichen Regionen entwickelt, und sich von dort aus ausgebreitet. Vor etwa 55 Millionen Jahren entwickelten sich die ersten Säugetiere mit Ansätzen von Fangzähnen, aus denen sich später unsere heutigen Fleischfresser (Hund, Katze, Hyänen und Bären) entwickelten. Der Cynodictis entwickelte sich vor ca. 30 - 40 Millionen Jahre, er hatte schon die gleiche Anzahl von Zähnen wie unser heutiger Wolf, war aber kleiner und hatte einen flexibleren Körperbau. Die Läufe waren wesentlich kürzer, er sah mehr nach einem Wiesel aus. Mit der Zeit wurden die Läufe länger und kräftiger, die fünfte, innenwendige Zehe entwickelte sich zu einem Überbleibsel zurück, der Schwanz wurde kürzer. Der Wolf erreichte seine heutige Form vor etwa 1 bis 2 Millionen Jahren. Der Canis Dirus (Direwolf) lebte in der Eiszeit, er war sehr viel größer als unsere heutigen Wölfe, starb aber Ende der Eiszeit aus.
Die Zähmung und Domestizierung des Wolfes begann bereits vor 135.000 Jahren. es entstand eine lange und erfolgreiche Freundschaft. Menschen jagten gemeinsam mit ihren neuen Gefährten. Drei Viertel aller Hunde sind trotz ihrer Züchtung relativ nah mit dem Wolf verwandt. Der Hund (Canis lupus familiaris = Wolf domestizierte Hausform) stammt zweifelfrei vom Wolf ab. 250 Jahre lang zählte man den Hund als eigene Spezies an, mit dem wissenschaftlichen Namen Canis familiaris, erst 1993 berichtigte man diesen Fehler und er bekam seinen neuen wissenschaftlichen Namen, wo eindeutig hervorgeht das er zu der Spezies lupus, also Wolf, dazugehört. Wölfe und Hunde können sich problemlos miteinander paaren und bringen zeugungsfähige Nachkommen zur Welt.
Die Ernährung
Die Ernährung besteht hauptsächlich aus Großwild, aber auch Beeren, Wurzeln, Obst, Heuschrecken, Fische, Mäuse, Biber, Hasen, Eichhörnchen, Enten, Gänse, andere Vögel und Aas. Der Nahrungsbedarf eines in freier Wildbahn lebenden, erwachsenen Wolfes liegt bei etwa vier Kilogramm pro Tag, im Winter benötigen sie 6,7 kg, sie können aber auch gute zwei Wochen ohne jegliche Nahrung auskommen. Ein Wolf durchstreift am Tag im Durchschnitt 22 km durch den Wald. An manchen Tagen traben die Rudel sogar sechzig Kilometer weit. Die Großtiere in der Beute sind Elche, Damhirsch, Reh, Rothirsch, Wapiti, Weisswedelhirsch, Rentier, Bison, Moschusochse, Steinbock, Muffon und das Wildschwein. Es sind derzeit 32 Hirscharten bekannt. Größere Beutetiere werden meist bis auf die stärkeren Knochen und besonders zähe Hautpartien völlig verzehrt. Bleiben Reste, kommen die Tiere später wieder und fressen weiter.
Doch die Jagd kann gefährlich sein und sogar bis zum Tod eines Wolfes führen. Die Beutetiere verteidigen sich zwar in erster Linie durch Flucht, können sich aber auch durch kräftige Huftritte oder durch zuschlagen mit dem Geweih zur Wehr setzen. Aus diesem Grund suchen sich die Wölfe meistens nur Kranke, alte, schwache oder junge Tiere aus. Der Wolf hält die Population der Beutetiere gesund. Wölfe schaffen es bei der Verfolgungsjagd auf eine Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h, lassen aber oft schon nach tausend Metern von der Beute ab. Dafür sind sie ausdauernde Läufer, lange Strecken bei ca. 7 km/h können sie problemlos schaffen.
Das Wolfsgebiss besteht aus 42 Zähnen. Sie haben oben und unten jeweils sechs Fangzähne, zwei Eckzähne, acht Backenzähne und vier Mahlzähne. Im Unterkiefer sind zusätzlich zwei Backenzähne vorhanden. Die Fangzähne können von der Wurzel bis zur Spitze gemessen, bis zu 6 cm lang sein, sie helfen dem Wolf beim Fangen der Beute. Mit den Eck- und Backenzähnen kaut und zerkleinert er zähes Fleisch. Die riesigen Mahlzähne dienen dem Zermalmen von Knochen. Ein Jungwolf besitz nur 32 Zähne, sein Dauergebiss bekommt er mit 6 - 7 Monaten.
Die Jagd
Bei der Jagd arbeiten die Wölfe als Team zusammen. Wenn genügend Deckungsmöglichkeiten vorhanden sind versuchen sie die Beute einzukreisen, um sie dann gemeinsam anzugreifen oder sich gegenseitig zu zutreiben. In Deckungsarmen Gebieten führt nur die Hetzjagd zum Erfolg. Ein, von der Herde abgetrenntes Tier wird vom ganzen Rudel gejagt, dabei wechseln sich die Wölfe ab, um an der Spitze zu laufen. Dies kann bei Tiefschnee sehr nützlich sein, da das vordere Tier als Schneepflug dient und den nachfolgenden Tieren den Weg frei räumt. Dies beansprucht sehr viel Energie und das vordere Tier muss häufig abgelöst werden.
Eine andere Technik ist, das einige Wölfe, dass flüchtende Tier nachjagen und es zum restlichen Rudel treibt, das im Hinterhalt auf die Beute wartet. Wenn das gejagte Tier erschöpft ist, haben es die Wölfe, die bis jetzt im Hinterhalt gelegen haben, einfach. Größere Beutetiere werden oft tagelang abwechselnd belagert. Wenn das Wild durch Schlafmangel erschöpft ist, haben die Wölfe ein einfaches Spiel.
Wölfe versuchen ihre Beute zuerst zu verletzen, um es weiter zu schwächen. Ein eingekreistes Tier wird öfters von allen Seiten attackiert. Die Angriffspunkte sind die Beine, um die Sehnen zu zerreißen, die Kehle und der Hals, die Bauchunterseite, um die Bauchdecke aufzureißen und oft wird versucht, das gestellte Tier am empfindlichen Äser zu packen und durch Drehen und Zerren zu Boden zu ringen. Wenn die Beute am Boden liegt wird sie festgehalten und zerrissen. Dies kann mehrere Minuten dauern.
Eine weitere Möglichkeit ist die Langzeitjagd. Das Tier wird langsam über Tage verfolgt, wobei die Wölfe verhindern das die Beute zum stehen kommt. Dadurch können Wiederkäuer ihre Mahlzeit nicht verdauen (sie können es nur im stehen oder liegen) dies führt zu Koliken und damit zu Schmerzen. Das geschwächte Tier wird somit zu einer leichten Beute. Der Wolf befeuchtet große Fleischstücke mit Speichel an und schlingt sie unzerkaut hinunter. Kleinere Tiere verschlingt er ganz. Die kleineren Knochen zerbeißt er, um an das Mark heranzukommen.
Bis heute ist nicht bekannt, dass ein Wolf einen Menschen vorsätzlich angegriffen hat. Wenn dann waren es Verteidigungsangriffe. Wölfe verteidigen ihren Nachwuchs mutig gegen jede mögliche Gefahr. Selbst wenn ein Hund in ein Wolfsrevier eindringt wird er als fremder Eindringling angesehen und wird ebenso angegriffen, vertrieben oder getötet wie ein fremder Wolf. Wenn bei so einem Kampf der Hundbesitzer dazwischen geht, kann es schon mal passieren, dass der Wolf einen Biss verfehlt und den Hundebesitzer trifft.
Wolfsarten
Es sind viele Wolfarten bekannt, die sich durch ihre Größe oder Fellfarbe untereinander unterscheiden. Auch der Lebensraum brachten viele Wölfe ihre Namen ein. Sie leben in Familienverbänden, die meistens acht bis fünfzehn Tiere beträgt, zusammen. Ein Wolfsrudel beansprucht ein Gebiet von rund 100 - 400 km², es hängt von der Dichte der Beutetierpopulation ab. Die Grenzen des Gebietes werden gut bewacht und durch Markierungsrituale alle 100 bis 200 Meter gesichert. Sie bleiben mit anderen Rudeln in Kontakt, um sich zu paaren. Dies verhindert bei den einzelnen Rudeln eine Inzucht.
Das Wolfsfell kann schwarze, weiße, graue und braune Haare aufweisen, diese vermischen sich zu einem Gesamtton. Der Rücken und der Schwanz sind meistens dunkler wie die Bauchregion, die Läufe, die Ohren und die Schnauze, die meistens gelbbraun gefärbt sind. Alte Wölfe werden in ihrem Fell grauer als Jüngere. Das Deckhaar kann bis zu 10 cm lang werden und bildet eine Art Schirm, der Regenwasser abstößt. Das Unterfell dient der Wärmeerhaltung im Winter, er verliert es im Frühjahr.
Die Rangordnung / das Rudel
Die Rangordnung unter den Tieren ist fest vereinbart. Der Leitwolf also Alphawolf führt das Rudel mit der Alphawölfin an. Darunter folgen die unterwürfigen oder untergebenen Wölfe, man nennt sie Betawölfe. Die Alphatiere erkennt man an ihrem hochgestellten Schwanz, sie sind normalerweise voll ausgewachsen und halten ihre Führungsposition bis zu acht Jahre lang. Der Alphawolf zieht dem Rudel voraus und bestimmt die Marschrichtung, während die Alphawölfin sich an seiner Nähe hält. Der Betawolf zieht den Kopf und Schwanz in Anwesenheit eines Alphawolfes ein, und demonstriert damit seine Unterwerfung. Sie sind zwar unter den Alphatieren, haben aber einen höheren Stellenwert vom Rest des Rudels.
Die jüngeren Wölfe oder ehemalige Alphatiere sind die untergebenen Wölfe. Diese Wölfe spielen in der Welpenaufzucht und Fütterung eine wichtige Rolle, die Anzahl der überlebenden Wölfe hängt oft allein von der zusätzlichen Fürsorge der untergebenen Wölfe ab. Im Umfeld der Höhle sind sie von den wirklichen Eltern nur schwer zu unterscheiden. Um die angestauten Aggressionen loszuwerden ist der Omegawolf (Rangniedrigster Wolf im Rudel) die Zielscheibe, er übernimmt die Sündenbockfunktion eines Rudels und wird als Aussätziger behandelt. Um die Misshandlungen zu entgehen, versucht der Omegawolf häufig ein neues Rudel zu gründen. Er ist an seinem glatt gelegten Fell, seinen angelegten Ohren und dem tief zwischen den Läufen eingezogenen Schwanz zu erkennen. Jedes Rudelmitglied hat seinen eigenen Willen.
Für Rüden und Weibchen existieren zwei getrennte Rangordnungen im Rudel. Bei den Rangordnungskämpfen findet man auch nur Weibchen mit Weibchen und Rüden mit Rüden kämpfen. Bei diesen Kämpfen versuchen jüngere Tiere die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten zu verändern. Diese Kämpfe werden mit Droh- und Unterlegenheitsgesten gekämpft, denn Wölfe gehen Beißereien eher aus dem Weg. Das schwächere Tier gibt häufig schon vor einem ernsthaften Kampf nach und legt sich untergeben auf den Boden, er bietet dem Sieger somit die Kehle dar. Der Sieger hat dadurch eine Aggressionshemmung. Durch diese Handlung ist der Machtkampf beendet. Wenn beide Rudelmitglieder aber nicht nachgeben wollen kommt es trotz allem zu ernsthaften Auseinandersetzungen und Beißereien. Zu Kämpfen mit tödlichem Ausgang kommt es extrem selten.
Die Körpersprache
Wölfe kommunizieren hauptsächlich mit der Körpersprache. Ein fröhlicher Gesichtsausdruck besteht aus einem offenen Maul, heraushängender Zunge und nach vorne gerichteten Ohren. Er kann aber auch Misstrauen, Drohen, Angst und Unterwürfigkeit zeigen. Das drohende Tier rümpft die Nase, öffnet das Maul, bleckt die Zähne und richtet die Ohren voll auf unterstrichen wird das ganze mit einem Knurren und Fauchen. Gleichzeitig versteift er seine Schultern, stellt den Schwanz hoch, sträubt die Nackenhaare auf und bläht sich regelrecht auf um größer zu wirken.
Das bedrohte oder verängstigte Tier lässt das Maul geschlossen, legt die Ohren an und duckt sich damit er kleiner wirkt. Er hält den Kopf gesengt und die Augen abgewandt. Er zieht seinen Schwanz ein und kauert auf dem Boden. Der Alphawolf hat öfters einen Starrblick drauf, dieser dient zur Kontrolle der unteren Ränge. Das untergeordnete Tier wird sich sogleich geduckt davonschleichen.
Die Paarungszeit und Tragzeit
Während der Paarungszeit wenden sich die Alphatiere besonders zu. Sie schlafen dicht beieinander, der Alphawolf ist immer dicht bei seiner Alphawölfin, beide schrecken in dieser Zeit ihre Rivalen mit Drohgebärden und Knurren ab. Während der Paarung sondern sich die Alphawölfe häufig ein paar Tage vom restlichen Rudel ab, es herrschen große Anspannungen im Rudel. Die Alphawölfin muss in dieser Zeit ihre Autorität in der Gruppe durch Kämpfe mit rangniedrigen Wölfinnen behaupten. Wenn die Paarung vorbei ist kehrt die gewohnte Geselligkeit wieder ein.
Das Rudel konzentriert sich jetzt gemeinsam eine geeignete Höhle für die Welpenaufzucht zu finden. Die Tragzeit beträgt 63 Tage, während dieser Zeit putzt das Rudel die Stammhöhle, sucht nach einer neuen Höhle oder hilft der Alphawölfin eine Höhle zu graben. Eine geeignete Höhle liegt gewöhnlich auf einer Anhöhle, um das Umfeld besser überblicken zu können. Wichtig ist dabei auch, das diese Höhle in Wassernähe ist, da das Weibchen nach der Geburt nur ungern von der Höhle weg geht. Der Eingang der Höhle bleibt recht klein, nur das schwangere Muttertier ist der Zutritt erlaubt. Die Eingangsröhre ist ein bis sechs Meter lang und mündet in eine leichte Ausbuchtung, in der sich die eigentliche Kinderstube befindet. Das Muttertier ist bis kurz vor der Geburt noch sehr beweglich und wendig. Die Geburt kündigt sich wie bei allen Säugetieren mit Wehen an.
Aufzucht der Neugeborenen / Welpen
Ein Wurf kann drei bis vierzehn Welpen umfassen, meistens sind es sechs, sie kommen in einer Erdhöhle zur Welt. In Texas ist es im Februar oder März soweit, in der arktischen Tunika oft erst im Juni. Die Neugeborenen sind blind, taub, haben wolliges Fellhaar, weiche Schlappohren und wiegen zwischen 300g und 500g. Die ersten Wochen können die Welpen ihre Körpertemperatur noch nicht selber regeln und sind auf ihre Mutter angewiesen, die sie wärmt. Die Welpen werden ab der Geburt sofort gesäugt, die Wölfin hat 5 paar Zitzen, um alle Welpen gleichzeitig zu ernähren. Die Augen öffnen die Welpen am zwölften Lebenstag, ab diesem Zeitpunkt beginnen sie bereits mit den ersten Laufversuchen. Die Augenfarbe ist am Anfang blau und wechselt später in gelb, grau oder braun.
Die Höhle verlassen die Welpen erst nach drei Wochen, wenn sie hören können. Ab diesem Zeitpunkt fressen die Welpen halbverdaute, ausgewürgte Fleischbrocken. Die Welpen werden erst von den anderen gefüttert, wenn sie Demuts- oder Unterwürfigkeitsgesten machen, dieses Verhalten bindet die Welpen an ihr Rudel. Wölfe schaffen das Futter aus einem Umkreis von ca. 30 km herbei, um die Mutter und ihre Welpen zu verpflegen.
Zwischen dem sechsten und siebten Monat werden die Milchzähne durch die bleibenden Zähne ersetzt. Mit der Zeit werden sie vom Rudel immer weiter von der Höhle weg getrieben, sie lernen die Pfade, Gerüche und potentiellen Beutetiere kennen. Gleichzeitig werden die Welpen in die Jagdtechniken des Rudels mit eingewiesen. Es wurde schon beobachtet, wie erwachsene Wölfe mit der Jagd begannen, sich dann zurückgeworfen hatten und den jungen Wölfen das Feld überließen. So das sie die Jagd lernen konnten. Mit dem ende des ersten Lebensjahres ist der Wachstum abgeschlossen.
Ein Wolf kann in der Wildnis bis zu zehn Jahren überleben (meistens 6 Jahre), in Gefangenschaft bis zu 17 Jahren. Rüden bekommen eine Schulterhöhe von 70 - 90 cm, Fähen liegen bei 60 - 80 cm. Wölfe werden ab dem zweiten Lebensjahr Geschlechtsreif, sein normales Körpergewicht beträgt 30-45 kg.
Laute
Wölfe können im stehen, sitzen oder liegen heulen. Meistens heulen mehrere Tiere mit, damit es sich nach einem größeren Rudel anhört. Wölfe heulen meistens vor und nach der Jagd, als Rufzeichen damit sie sich versammeln können. Es wird aber auch als Alarmzeichen benutzt wenn sich die Tiere im Umfeld der Höhle befinden, als Signal bei einem Schneesturm oder während eines Aufenthalts in einem Fremden Gebiet. Aber auch als Kontaktruf bei größeren Entfernungen. Jedes Rudel hat seinen eigenen arttypisches Heulgesang.
Dagegen bellen Wölfe wenig bis überhaupt nicht. Wölfe geben nur ein kurzes, leises ausgestoßenes Wuff von sich, dies machen sie als Hilferuf wenn sich ein Fremder der Höhle nähert. Wölfe die mit Hunden aufgewachsen sind bellen öfters als ihre wilden Verwandten.
Das knurren von Wölfen ist häufig bei Futteraufnahme und den dabei vorkommenden Streitigkeiten zu hören. Es ist eine Drohgebärde, wird aber eher von den spielenden Welpen gebraucht. Das Knurren fängt mit einem hohen Jaulen an und endet mit einem Sprung nach vorn, es wird eingesetzt wenn ein Wolf nach einem anderen schnappt. Das lang gezogene Jaulen dauert meist zwischen ein bis fünf Minuten und ist in stillen Nächten oft über eine Entfernung von bis zu 250 km zu hören.
Sinne und Pfoten
Wölfe haben ein hoch entwickeltes Gehör und können Geräusche bis zu 10 km Entfernung noch wahrnehmen. Sie können sogar Hochfrequenztöne, wie die Laute der Fledermäuse und Tümmler, wahrnehmen. Selbst wenn Wölfe schlafen, bekommen sie noch jegliche Geräusche in ihrer Umgebung wahr. Er kann seine Ohren in die Richtung des Geräusches drehen, und kann so ganz genau bestimmen, aus welcher Richtung das Geräusch kommt.
Dagegen können Wölfe relativ schlecht sehen. Dies beruht auf einem Fehler der Fovea Centralis, einer kleinen Ausbuchtung in der Mitte der Netzhaut des Auges. Da die Augen, wie beim Menschen nach vorne gerichtet sind, können sie dreidimensional sehen. Sie können im Dunkeln mehr und weiter sehen als der Mensch. Sie gehen überwiegend Nachts auf Nahrungssuche, Tagsüber ruhen sie meisens in versteckten Lagern in dichten Vegetationen.
Der wichtigste Sinn des Wolfes ist der Geruchssinn. Unter guten Bedingungen können Wölfe ihre Beute bis zu drei Kilometer Entfernung noch riechen und die Spuren können noch nach drei Tagen wahrgenommen werden. Wölfe untereinander erkennen sich ebenfalls am Geruch und das Revier wird mit Duftmarken, wie Urin oder Kot, markiert.
Bei den Vorderpfoten haben die Wölfe fünf Zehen, hinten nur vier, sie können einen Durchmesser bis zu 13 cm erreichen. Im geballten Zustand sind sie robust und widerstandfähig, im ausgespreizten Zustand können sie kleinere Objekte, wie Steine oder Holzstücke, greifen oder über schwieriges Terrain klettern. Beim Laufen lässt er die Pfote im geballten Zustand, damit die Auftrittsfläche und Reibung möglichst gering ist, sie sind Zehengänger.
Ausrottung und Ansiedlung
Wölfe wurden Systematisch seit 813 verfolgt, als Kaiser Karl der Große seine Grafen verpflichtete. Der Wolf wurde zuerst in England ausgerottet, als in Schottland die großen Wälder gerodet wurden hat der Wolf seine Reviere verloren und hat sich verzogen. 1846 war der letzte Wolf im Bayerischen Wald tot. Die Tiere aus dem Brandenburgischen verschwanden kurze Zeit darauf ebenfalls. Am 12.03.1866 starb der letzte Wolf im Odenswald, 1888 in der Eifel und 1891 im Saarland. Seit 1982 sind die Wölfe ganzjährig in vielen europäischen Ländern geschützt. Wölfe passen sich ihrer Umgebung an und können somit fast überall überleben. Die Vorraussetzung einer Ansiedlung, liegt in erster Linie an dem Beutetierbestand und Platz wo sie ihre Jungtiere aufziehen können. Der frühere Lebensraum reicht von der nördlichen, arktischen Tundra, dem dunklen Nadelwald der Taiga und der südlichen Mischwaldzone bis in die heißen Steppen hinein.
In den letzten Jahren wurde beobachtet, dass der Wolf sich in Spanien, im nördlichen Italien, in den Seealpen Frankreichs und auch in Deutschland wieder ansiedelt. In Schweden galten sie seit den sechziger Jahren als ausgestorben, doch 1983 entdeckte man ein einzelnes Paar mit einem Wurf Jungtiere. In den Karpaten, einem schmalen, 1315 Kilometer langen, stark bewaldeten und bewirtschafteten Gebirgszugs leben 4000 Wölfe, 3000 davon allein in Rumänien. In Gebirgen lebt er bis zu 2500 Meter hoch. In Oberlausitz im Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und Tschechien suchten sich die Wölfe ein Militär genutztes Truppenübungsplatz aus, um dort seit 150 Jahren ihre ersten Welpen wieder aufzuziehen. Dieses Gebiet lag auf einer der uralten Wolfsrouten.
Hier ist ein Projekt zum Schutz von Russischen Wölfen:
Mit einer kleinen Unterstützung kann schon vieles getan werden. Es muss nicht immer nur im finanziellen Rahmen liegen, den Link zu verbreiten kann auch schon helfen. Die Wölfe werden es einem danken.
Wolfsfallen
813 nahm man Tellereisen, Netze, Wolfsangeln, Fallgruben, Fanggärten, Hunde, Lockmittel, Luderplätze und Gifte her. Heutzutage legt man Gift aus, stellt Fallen auf oder Jagd sie mit Gewehren.
Tellereisen
= gespannte Schlageisen die zuschnappt wenn sich ein Tier den Köder holt.
Wolfsangeln
= mit Widerhacken versehene Eisenstücke, oft in Form eines Fleischerhackens, auf dem ein Köder gespießt war, bei komplizierten Formen sprangen vier spitze Haken mit dem Biss des Wolfs auseinander und bohrten sich in seinen Rachen.
Wolfsgruben
= mit Weidegeflecht abgedeckt und mit Kippvorrichtung versehen, das Tier stürzte in die Grube und wurde von den dort eingerammten spitzen Pfählen aufgespießt. Angelockt wurden die Tiere mit Köder.
Falls ein Wolf bei den Wolfsgruben überlebte wurde er gefangen und entweder gleich getötet oder gefesselt abtransportiert, um bei einer herrschaftlichen Lustjagd zu sterben. 1544 wurden Wölfe, die gefangen waren, wie richtige verurteilte Personen gerichtet und in aller Öffentlichkeit am Galgen aufgehangen.
Gift
= meistens mit "Krähenaugen" (verkleinerte Samen des Strychnin-Baumes), ca. 2-12 Stunden danach war das Tier Tod.
Luderplätze
= Alte und Kranke Tiere (Pferde usw.) wurden den Wölfen zum Fraß vorgeworfen. Die Inneren verteilten die Menschen im Wald, um die Wölfe auf die Spur zu locken. Als die Wölfe beim Körper des Beutetieres angelangt waren, wartete nicht nur das Festmahl auf sie, sondern auch Jäger mit ihren Gewähren.
Geschichte / Allgemeines rund um den Wolf:
Ganz am Anfang wurde der Wolf verehrt, erst später bekam er sein negatives Image zugesprochen. Er wurde zum Konkurrenten vom Menschen, die in ihrer Besiedelung immer mehr zunahmen und mehr Nutzen aus der Landwirtschaft zogen. Der Wolf töte das Vieh der Bauern und das Wild der Jagdherrn. Somit wurde er zum Sündenbock für die furchtbare Lebenssituation der Menschen gemacht. Ein Symbol des Bösen, gleichgestellt mit dem Teufel selbst.
Gleichzeitig entstanden viele Mythen um und mit dem Wolf. Der Wolf wird als Ursprung von Städten erwähnt, wie bei Milet in Kleinasien oder Rom in Italien. In beiden Fällen war es eine Wölfin (Italienisch: La Lupa), die ausgesetzte Kinder aufgenommen hatte, die den Ursprung der Stadtgründung wurden. In Rom waren es die Zwillinge Romulus und Remus. In Delphi (früher Lyconia) in Griechenland oder in Lycopolis in Ägypten wurde die Stadt dem Wolfsgott geweiht. Wotan, der oberste Gott der Germanen wurde ständig von 2 Wölfen (Geri und Freki) begleitet. Im Gegensatz dazu, stellte der Wolf in Indien oder in Skandinavien die Nacht dar, er war das Symbol für das Ende der Welt. Gleichzeitig brachte man den Wolf aber auch mit Mut und Ehre in Verbindung. Die Ureinwohner Amerikas, die Indianer, sahen den Wolf als großen Pfadfinder und Lehrer. Der Wolf war für sie ein großer und kraftvoller Geist der Natur, von dem sie lernen und dessen Schutz sie erbaten. Selbst die Eskimos, Griechen und Römer hatten ein normales Verhältnis mit dem Wolf.
Die Vorfahren des Wolfes, waren Fleischfresser, die vor 100 bis 120 Millionen Jahren auf dem nordamerikanischen Kontinent lebten. Er hat sich ursprünglich in den nördlichen Regionen entwickelt, und sich von dort aus ausgebreitet. Vor etwa 55 Millionen Jahren entwickelten sich die ersten Säugetiere mit Ansätzen von Fangzähnen, aus denen sich später unsere heutigen Fleischfresser (Hund, Katze, Hyänen und Bären) entwickelten. Der Cynodictis entwickelte sich vor ca. 30 - 40 Millionen Jahre, er hatte schon die gleiche Anzahl von Zähnen wie unser heutiger Wolf, war aber kleiner und hatte einen flexibleren Körperbau. Die Läufe waren wesentlich kürzer, er sah mehr nach einem Wiesel aus. Mit der Zeit wurden die Läufe länger und kräftiger, die fünfte, innenwendige Zehe entwickelte sich zu einem Überbleibsel zurück, der Schwanz wurde kürzer. Der Wolf erreichte seine heutige Form vor etwa 1 bis 2 Millionen Jahren. Der Canis Dirus (Direwolf) lebte in der Eiszeit, er war sehr viel größer als unsere heutigen Wölfe, starb aber Ende der Eiszeit aus.
Die Zähmung und Domestizierung des Wolfes begann bereits vor 135.000 Jahren. es entstand eine lange und erfolgreiche Freundschaft. Menschen jagten gemeinsam mit ihren neuen Gefährten. Drei Viertel aller Hunde sind trotz ihrer Züchtung relativ nah mit dem Wolf verwandt. Der Hund (Canis lupus familiaris = Wolf domestizierte Hausform) stammt zweifelfrei vom Wolf ab. 250 Jahre lang zählte man den Hund als eigene Spezies an, mit dem wissenschaftlichen Namen Canis familiaris, erst 1993 berichtigte man diesen Fehler und er bekam seinen neuen wissenschaftlichen Namen, wo eindeutig hervorgeht das er zu der Spezies lupus, also Wolf, dazugehört. Wölfe und Hunde können sich problemlos miteinander paaren und bringen zeugungsfähige Nachkommen zur Welt.
Die Ernährung
Die Ernährung besteht hauptsächlich aus Großwild, aber auch Beeren, Wurzeln, Obst, Heuschrecken, Fische, Mäuse, Biber, Hasen, Eichhörnchen, Enten, Gänse, andere Vögel und Aas. Der Nahrungsbedarf eines in freier Wildbahn lebenden, erwachsenen Wolfes liegt bei etwa vier Kilogramm pro Tag, im Winter benötigen sie 6,7 kg, sie können aber auch gute zwei Wochen ohne jegliche Nahrung auskommen. Ein Wolf durchstreift am Tag im Durchschnitt 22 km durch den Wald. An manchen Tagen traben die Rudel sogar sechzig Kilometer weit. Die Großtiere in der Beute sind Elche, Damhirsch, Reh, Rothirsch, Wapiti, Weisswedelhirsch, Rentier, Bison, Moschusochse, Steinbock, Muffon und das Wildschwein. Es sind derzeit 32 Hirscharten bekannt. Größere Beutetiere werden meist bis auf die stärkeren Knochen und besonders zähe Hautpartien völlig verzehrt. Bleiben Reste, kommen die Tiere später wieder und fressen weiter.
Doch die Jagd kann gefährlich sein und sogar bis zum Tod eines Wolfes führen. Die Beutetiere verteidigen sich zwar in erster Linie durch Flucht, können sich aber auch durch kräftige Huftritte oder durch zuschlagen mit dem Geweih zur Wehr setzen. Aus diesem Grund suchen sich die Wölfe meistens nur Kranke, alte, schwache oder junge Tiere aus. Der Wolf hält die Population der Beutetiere gesund. Wölfe schaffen es bei der Verfolgungsjagd auf eine Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h, lassen aber oft schon nach tausend Metern von der Beute ab. Dafür sind sie ausdauernde Läufer, lange Strecken bei ca. 7 km/h können sie problemlos schaffen.
Das Wolfsgebiss besteht aus 42 Zähnen. Sie haben oben und unten jeweils sechs Fangzähne, zwei Eckzähne, acht Backenzähne und vier Mahlzähne. Im Unterkiefer sind zusätzlich zwei Backenzähne vorhanden. Die Fangzähne können von der Wurzel bis zur Spitze gemessen, bis zu 6 cm lang sein, sie helfen dem Wolf beim Fangen der Beute. Mit den Eck- und Backenzähnen kaut und zerkleinert er zähes Fleisch. Die riesigen Mahlzähne dienen dem Zermalmen von Knochen. Ein Jungwolf besitz nur 32 Zähne, sein Dauergebiss bekommt er mit 6 - 7 Monaten.
Die Jagd
Bei der Jagd arbeiten die Wölfe als Team zusammen. Wenn genügend Deckungsmöglichkeiten vorhanden sind versuchen sie die Beute einzukreisen, um sie dann gemeinsam anzugreifen oder sich gegenseitig zu zutreiben. In Deckungsarmen Gebieten führt nur die Hetzjagd zum Erfolg. Ein, von der Herde abgetrenntes Tier wird vom ganzen Rudel gejagt, dabei wechseln sich die Wölfe ab, um an der Spitze zu laufen. Dies kann bei Tiefschnee sehr nützlich sein, da das vordere Tier als Schneepflug dient und den nachfolgenden Tieren den Weg frei räumt. Dies beansprucht sehr viel Energie und das vordere Tier muss häufig abgelöst werden.
Eine andere Technik ist, das einige Wölfe, dass flüchtende Tier nachjagen und es zum restlichen Rudel treibt, das im Hinterhalt auf die Beute wartet. Wenn das gejagte Tier erschöpft ist, haben es die Wölfe, die bis jetzt im Hinterhalt gelegen haben, einfach. Größere Beutetiere werden oft tagelang abwechselnd belagert. Wenn das Wild durch Schlafmangel erschöpft ist, haben die Wölfe ein einfaches Spiel.
Wölfe versuchen ihre Beute zuerst zu verletzen, um es weiter zu schwächen. Ein eingekreistes Tier wird öfters von allen Seiten attackiert. Die Angriffspunkte sind die Beine, um die Sehnen zu zerreißen, die Kehle und der Hals, die Bauchunterseite, um die Bauchdecke aufzureißen und oft wird versucht, das gestellte Tier am empfindlichen Äser zu packen und durch Drehen und Zerren zu Boden zu ringen. Wenn die Beute am Boden liegt wird sie festgehalten und zerrissen. Dies kann mehrere Minuten dauern.
Eine weitere Möglichkeit ist die Langzeitjagd. Das Tier wird langsam über Tage verfolgt, wobei die Wölfe verhindern das die Beute zum stehen kommt. Dadurch können Wiederkäuer ihre Mahlzeit nicht verdauen (sie können es nur im stehen oder liegen) dies führt zu Koliken und damit zu Schmerzen. Das geschwächte Tier wird somit zu einer leichten Beute. Der Wolf befeuchtet große Fleischstücke mit Speichel an und schlingt sie unzerkaut hinunter. Kleinere Tiere verschlingt er ganz. Die kleineren Knochen zerbeißt er, um an das Mark heranzukommen.
Bis heute ist nicht bekannt, dass ein Wolf einen Menschen vorsätzlich angegriffen hat. Wenn dann waren es Verteidigungsangriffe. Wölfe verteidigen ihren Nachwuchs mutig gegen jede mögliche Gefahr. Selbst wenn ein Hund in ein Wolfsrevier eindringt wird er als fremder Eindringling angesehen und wird ebenso angegriffen, vertrieben oder getötet wie ein fremder Wolf. Wenn bei so einem Kampf der Hundbesitzer dazwischen geht, kann es schon mal passieren, dass der Wolf einen Biss verfehlt und den Hundebesitzer trifft.
Wolfsarten
Es sind viele Wolfarten bekannt, die sich durch ihre Größe oder Fellfarbe untereinander unterscheiden. Auch der Lebensraum brachten viele Wölfe ihre Namen ein. Sie leben in Familienverbänden, die meistens acht bis fünfzehn Tiere beträgt, zusammen. Ein Wolfsrudel beansprucht ein Gebiet von rund 100 - 400 km², es hängt von der Dichte der Beutetierpopulation ab. Die Grenzen des Gebietes werden gut bewacht und durch Markierungsrituale alle 100 bis 200 Meter gesichert. Sie bleiben mit anderen Rudeln in Kontakt, um sich zu paaren. Dies verhindert bei den einzelnen Rudeln eine Inzucht.
Das Wolfsfell kann schwarze, weiße, graue und braune Haare aufweisen, diese vermischen sich zu einem Gesamtton. Der Rücken und der Schwanz sind meistens dunkler wie die Bauchregion, die Läufe, die Ohren und die Schnauze, die meistens gelbbraun gefärbt sind. Alte Wölfe werden in ihrem Fell grauer als Jüngere. Das Deckhaar kann bis zu 10 cm lang werden und bildet eine Art Schirm, der Regenwasser abstößt. Das Unterfell dient der Wärmeerhaltung im Winter, er verliert es im Frühjahr.
Die Rangordnung / das Rudel
Die Rangordnung unter den Tieren ist fest vereinbart. Der Leitwolf also Alphawolf führt das Rudel mit der Alphawölfin an. Darunter folgen die unterwürfigen oder untergebenen Wölfe, man nennt sie Betawölfe. Die Alphatiere erkennt man an ihrem hochgestellten Schwanz, sie sind normalerweise voll ausgewachsen und halten ihre Führungsposition bis zu acht Jahre lang. Der Alphawolf zieht dem Rudel voraus und bestimmt die Marschrichtung, während die Alphawölfin sich an seiner Nähe hält. Der Betawolf zieht den Kopf und Schwanz in Anwesenheit eines Alphawolfes ein, und demonstriert damit seine Unterwerfung. Sie sind zwar unter den Alphatieren, haben aber einen höheren Stellenwert vom Rest des Rudels.
Die jüngeren Wölfe oder ehemalige Alphatiere sind die untergebenen Wölfe. Diese Wölfe spielen in der Welpenaufzucht und Fütterung eine wichtige Rolle, die Anzahl der überlebenden Wölfe hängt oft allein von der zusätzlichen Fürsorge der untergebenen Wölfe ab. Im Umfeld der Höhle sind sie von den wirklichen Eltern nur schwer zu unterscheiden. Um die angestauten Aggressionen loszuwerden ist der Omegawolf (Rangniedrigster Wolf im Rudel) die Zielscheibe, er übernimmt die Sündenbockfunktion eines Rudels und wird als Aussätziger behandelt. Um die Misshandlungen zu entgehen, versucht der Omegawolf häufig ein neues Rudel zu gründen. Er ist an seinem glatt gelegten Fell, seinen angelegten Ohren und dem tief zwischen den Läufen eingezogenen Schwanz zu erkennen. Jedes Rudelmitglied hat seinen eigenen Willen.
Für Rüden und Weibchen existieren zwei getrennte Rangordnungen im Rudel. Bei den Rangordnungskämpfen findet man auch nur Weibchen mit Weibchen und Rüden mit Rüden kämpfen. Bei diesen Kämpfen versuchen jüngere Tiere die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten zu verändern. Diese Kämpfe werden mit Droh- und Unterlegenheitsgesten gekämpft, denn Wölfe gehen Beißereien eher aus dem Weg. Das schwächere Tier gibt häufig schon vor einem ernsthaften Kampf nach und legt sich untergeben auf den Boden, er bietet dem Sieger somit die Kehle dar. Der Sieger hat dadurch eine Aggressionshemmung. Durch diese Handlung ist der Machtkampf beendet. Wenn beide Rudelmitglieder aber nicht nachgeben wollen kommt es trotz allem zu ernsthaften Auseinandersetzungen und Beißereien. Zu Kämpfen mit tödlichem Ausgang kommt es extrem selten.
Die Körpersprache
Wölfe kommunizieren hauptsächlich mit der Körpersprache. Ein fröhlicher Gesichtsausdruck besteht aus einem offenen Maul, heraushängender Zunge und nach vorne gerichteten Ohren. Er kann aber auch Misstrauen, Drohen, Angst und Unterwürfigkeit zeigen. Das drohende Tier rümpft die Nase, öffnet das Maul, bleckt die Zähne und richtet die Ohren voll auf unterstrichen wird das ganze mit einem Knurren und Fauchen. Gleichzeitig versteift er seine Schultern, stellt den Schwanz hoch, sträubt die Nackenhaare auf und bläht sich regelrecht auf um größer zu wirken.
Das bedrohte oder verängstigte Tier lässt das Maul geschlossen, legt die Ohren an und duckt sich damit er kleiner wirkt. Er hält den Kopf gesengt und die Augen abgewandt. Er zieht seinen Schwanz ein und kauert auf dem Boden. Der Alphawolf hat öfters einen Starrblick drauf, dieser dient zur Kontrolle der unteren Ränge. Das untergeordnete Tier wird sich sogleich geduckt davonschleichen.
Die Paarungszeit und Tragzeit
Während der Paarungszeit wenden sich die Alphatiere besonders zu. Sie schlafen dicht beieinander, der Alphawolf ist immer dicht bei seiner Alphawölfin, beide schrecken in dieser Zeit ihre Rivalen mit Drohgebärden und Knurren ab. Während der Paarung sondern sich die Alphawölfe häufig ein paar Tage vom restlichen Rudel ab, es herrschen große Anspannungen im Rudel. Die Alphawölfin muss in dieser Zeit ihre Autorität in der Gruppe durch Kämpfe mit rangniedrigen Wölfinnen behaupten. Wenn die Paarung vorbei ist kehrt die gewohnte Geselligkeit wieder ein.
Das Rudel konzentriert sich jetzt gemeinsam eine geeignete Höhle für die Welpenaufzucht zu finden. Die Tragzeit beträgt 63 Tage, während dieser Zeit putzt das Rudel die Stammhöhle, sucht nach einer neuen Höhle oder hilft der Alphawölfin eine Höhle zu graben. Eine geeignete Höhle liegt gewöhnlich auf einer Anhöhle, um das Umfeld besser überblicken zu können. Wichtig ist dabei auch, das diese Höhle in Wassernähe ist, da das Weibchen nach der Geburt nur ungern von der Höhle weg geht. Der Eingang der Höhle bleibt recht klein, nur das schwangere Muttertier ist der Zutritt erlaubt. Die Eingangsröhre ist ein bis sechs Meter lang und mündet in eine leichte Ausbuchtung, in der sich die eigentliche Kinderstube befindet. Das Muttertier ist bis kurz vor der Geburt noch sehr beweglich und wendig. Die Geburt kündigt sich wie bei allen Säugetieren mit Wehen an.
Aufzucht der Neugeborenen / Welpen
Ein Wurf kann drei bis vierzehn Welpen umfassen, meistens sind es sechs, sie kommen in einer Erdhöhle zur Welt. In Texas ist es im Februar oder März soweit, in der arktischen Tunika oft erst im Juni. Die Neugeborenen sind blind, taub, haben wolliges Fellhaar, weiche Schlappohren und wiegen zwischen 300g und 500g. Die ersten Wochen können die Welpen ihre Körpertemperatur noch nicht selber regeln und sind auf ihre Mutter angewiesen, die sie wärmt. Die Welpen werden ab der Geburt sofort gesäugt, die Wölfin hat 5 paar Zitzen, um alle Welpen gleichzeitig zu ernähren. Die Augen öffnen die Welpen am zwölften Lebenstag, ab diesem Zeitpunkt beginnen sie bereits mit den ersten Laufversuchen. Die Augenfarbe ist am Anfang blau und wechselt später in gelb, grau oder braun.
Die Höhle verlassen die Welpen erst nach drei Wochen, wenn sie hören können. Ab diesem Zeitpunkt fressen die Welpen halbverdaute, ausgewürgte Fleischbrocken. Die Welpen werden erst von den anderen gefüttert, wenn sie Demuts- oder Unterwürfigkeitsgesten machen, dieses Verhalten bindet die Welpen an ihr Rudel. Wölfe schaffen das Futter aus einem Umkreis von ca. 30 km herbei, um die Mutter und ihre Welpen zu verpflegen.
Zwischen dem sechsten und siebten Monat werden die Milchzähne durch die bleibenden Zähne ersetzt. Mit der Zeit werden sie vom Rudel immer weiter von der Höhle weg getrieben, sie lernen die Pfade, Gerüche und potentiellen Beutetiere kennen. Gleichzeitig werden die Welpen in die Jagdtechniken des Rudels mit eingewiesen. Es wurde schon beobachtet, wie erwachsene Wölfe mit der Jagd begannen, sich dann zurückgeworfen hatten und den jungen Wölfen das Feld überließen. So das sie die Jagd lernen konnten. Mit dem ende des ersten Lebensjahres ist der Wachstum abgeschlossen.
Ein Wolf kann in der Wildnis bis zu zehn Jahren überleben (meistens 6 Jahre), in Gefangenschaft bis zu 17 Jahren. Rüden bekommen eine Schulterhöhe von 70 - 90 cm, Fähen liegen bei 60 - 80 cm. Wölfe werden ab dem zweiten Lebensjahr Geschlechtsreif, sein normales Körpergewicht beträgt 30-45 kg.
Laute
Wölfe können im stehen, sitzen oder liegen heulen. Meistens heulen mehrere Tiere mit, damit es sich nach einem größeren Rudel anhört. Wölfe heulen meistens vor und nach der Jagd, als Rufzeichen damit sie sich versammeln können. Es wird aber auch als Alarmzeichen benutzt wenn sich die Tiere im Umfeld der Höhle befinden, als Signal bei einem Schneesturm oder während eines Aufenthalts in einem Fremden Gebiet. Aber auch als Kontaktruf bei größeren Entfernungen. Jedes Rudel hat seinen eigenen arttypisches Heulgesang.
Dagegen bellen Wölfe wenig bis überhaupt nicht. Wölfe geben nur ein kurzes, leises ausgestoßenes Wuff von sich, dies machen sie als Hilferuf wenn sich ein Fremder der Höhle nähert. Wölfe die mit Hunden aufgewachsen sind bellen öfters als ihre wilden Verwandten.
Das knurren von Wölfen ist häufig bei Futteraufnahme und den dabei vorkommenden Streitigkeiten zu hören. Es ist eine Drohgebärde, wird aber eher von den spielenden Welpen gebraucht. Das Knurren fängt mit einem hohen Jaulen an und endet mit einem Sprung nach vorn, es wird eingesetzt wenn ein Wolf nach einem anderen schnappt. Das lang gezogene Jaulen dauert meist zwischen ein bis fünf Minuten und ist in stillen Nächten oft über eine Entfernung von bis zu 250 km zu hören.
Sinne und Pfoten
Wölfe haben ein hoch entwickeltes Gehör und können Geräusche bis zu 10 km Entfernung noch wahrnehmen. Sie können sogar Hochfrequenztöne, wie die Laute der Fledermäuse und Tümmler, wahrnehmen. Selbst wenn Wölfe schlafen, bekommen sie noch jegliche Geräusche in ihrer Umgebung wahr. Er kann seine Ohren in die Richtung des Geräusches drehen, und kann so ganz genau bestimmen, aus welcher Richtung das Geräusch kommt.
Dagegen können Wölfe relativ schlecht sehen. Dies beruht auf einem Fehler der Fovea Centralis, einer kleinen Ausbuchtung in der Mitte der Netzhaut des Auges. Da die Augen, wie beim Menschen nach vorne gerichtet sind, können sie dreidimensional sehen. Sie können im Dunkeln mehr und weiter sehen als der Mensch. Sie gehen überwiegend Nachts auf Nahrungssuche, Tagsüber ruhen sie meisens in versteckten Lagern in dichten Vegetationen.
Der wichtigste Sinn des Wolfes ist der Geruchssinn. Unter guten Bedingungen können Wölfe ihre Beute bis zu drei Kilometer Entfernung noch riechen und die Spuren können noch nach drei Tagen wahrgenommen werden. Wölfe untereinander erkennen sich ebenfalls am Geruch und das Revier wird mit Duftmarken, wie Urin oder Kot, markiert.
Bei den Vorderpfoten haben die Wölfe fünf Zehen, hinten nur vier, sie können einen Durchmesser bis zu 13 cm erreichen. Im geballten Zustand sind sie robust und widerstandfähig, im ausgespreizten Zustand können sie kleinere Objekte, wie Steine oder Holzstücke, greifen oder über schwieriges Terrain klettern. Beim Laufen lässt er die Pfote im geballten Zustand, damit die Auftrittsfläche und Reibung möglichst gering ist, sie sind Zehengänger.
Ausrottung und Ansiedlung
Wölfe wurden Systematisch seit 813 verfolgt, als Kaiser Karl der Große seine Grafen verpflichtete. Der Wolf wurde zuerst in England ausgerottet, als in Schottland die großen Wälder gerodet wurden hat der Wolf seine Reviere verloren und hat sich verzogen. 1846 war der letzte Wolf im Bayerischen Wald tot. Die Tiere aus dem Brandenburgischen verschwanden kurze Zeit darauf ebenfalls. Am 12.03.1866 starb der letzte Wolf im Odenswald, 1888 in der Eifel und 1891 im Saarland. Seit 1982 sind die Wölfe ganzjährig in vielen europäischen Ländern geschützt. Wölfe passen sich ihrer Umgebung an und können somit fast überall überleben. Die Vorraussetzung einer Ansiedlung, liegt in erster Linie an dem Beutetierbestand und Platz wo sie ihre Jungtiere aufziehen können. Der frühere Lebensraum reicht von der nördlichen, arktischen Tundra, dem dunklen Nadelwald der Taiga und der südlichen Mischwaldzone bis in die heißen Steppen hinein.
In den letzten Jahren wurde beobachtet, dass der Wolf sich in Spanien, im nördlichen Italien, in den Seealpen Frankreichs und auch in Deutschland wieder ansiedelt. In Schweden galten sie seit den sechziger Jahren als ausgestorben, doch 1983 entdeckte man ein einzelnes Paar mit einem Wurf Jungtiere. In den Karpaten, einem schmalen, 1315 Kilometer langen, stark bewaldeten und bewirtschafteten Gebirgszugs leben 4000 Wölfe, 3000 davon allein in Rumänien. In Gebirgen lebt er bis zu 2500 Meter hoch. In Oberlausitz im Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und Tschechien suchten sich die Wölfe ein Militär genutztes Truppenübungsplatz aus, um dort seit 150 Jahren ihre ersten Welpen wieder aufzuziehen. Dieses Gebiet lag auf einer der uralten Wolfsrouten.
Hier ist ein Projekt zum Schutz von Russischen Wölfen:
Mit einer kleinen Unterstützung kann schon vieles getan werden. Es muss nicht immer nur im finanziellen Rahmen liegen, den Link zu verbreiten kann auch schon helfen. Die Wölfe werden es einem danken.
Wolfsfallen
813 nahm man Tellereisen, Netze, Wolfsangeln, Fallgruben, Fanggärten, Hunde, Lockmittel, Luderplätze und Gifte her. Heutzutage legt man Gift aus, stellt Fallen auf oder Jagd sie mit Gewehren.
Tellereisen
= gespannte Schlageisen die zuschnappt wenn sich ein Tier den Köder holt.
Wolfsangeln
= mit Widerhacken versehene Eisenstücke, oft in Form eines Fleischerhackens, auf dem ein Köder gespießt war, bei komplizierten Formen sprangen vier spitze Haken mit dem Biss des Wolfs auseinander und bohrten sich in seinen Rachen.
Wolfsgruben
= mit Weidegeflecht abgedeckt und mit Kippvorrichtung versehen, das Tier stürzte in die Grube und wurde von den dort eingerammten spitzen Pfählen aufgespießt. Angelockt wurden die Tiere mit Köder.
Falls ein Wolf bei den Wolfsgruben überlebte wurde er gefangen und entweder gleich getötet oder gefesselt abtransportiert, um bei einer herrschaftlichen Lustjagd zu sterben. 1544 wurden Wölfe, die gefangen waren, wie richtige verurteilte Personen gerichtet und in aller Öffentlichkeit am Galgen aufgehangen.
Gift
= meistens mit "Krähenaugen" (verkleinerte Samen des Strychnin-Baumes), ca. 2-12 Stunden danach war das Tier Tod.
Luderplätze
= Alte und Kranke Tiere (Pferde usw.) wurden den Wölfen zum Fraß vorgeworfen. Die Inneren verteilten die Menschen im Wald, um die Wölfe auf die Spur zu locken. Als die Wölfe beim Körper des Beutetieres angelangt waren, wartete nicht nur das Festmahl auf sie, sondern auch Jäger mit ihren Gewähren.
Mittwoch, 8. April 2009


Fenris-Wolf
In Asgard, dem Wohnsitz der Götter zog Gott Odin einen Wolfswelpen namens Fenris auf. Als er größer wurde, bekamen die anderen Götter Angst vor ihm.
Egal, was für ein freundliches Wesen Fenris war, nur ein Gott streichelte sein graues Fell: Tyr, Odins jüngerer Sohn, liebte Fenris, blieb sein Freund und fütterte ihn mit Fleisch, und je mehr Fenris fraß, desto größer wurde er, bis er schließlich den Göttern bis zur Taille reichte.
Fenris hatte nie jemanden verletzt oder angegriffen, aber die Götter bekamen immer mehr Furcht vor ihm. Schließlich trafen sie sich und beschlossen, Fenris an die Kette zu legen. Fenris heulte auf, zog und zerrte an der Kette, rannte im Kreis, und zuletzt, all seine Kraft einsetzend, sprengte er die Fesseln.
Die Götter waren entsetzt und beschlossen, eine neue Kette zu schmieden, doppelt so stark wie die vorherige, denn nun reichte Fenris den Göttern schon bis zu den Schultern. Aber immer noch war Fenris niemandem feindlich gesinnt, und als die Götter ihn erneut riefen, lief er zu ihnen in der Hoffnung, daß sie endlich seine Freundschaft annahmen.
Doch die Götter warfen ihm die neue Kette um den Hals, und wieder war der arme Wolf gefangen und seine Augen leuchteten und blitzten vor Wut rot auf, bedrohlich knurrend stemmte er seine gigantischen Pfoten in die Erde und mit einem gewaltigen Ruck sprengte er auch diese Fessel.
Beunruhigt beschlossen die Götter nun, sich an die Zwerge zu wenden. Als diese von den Sorgen der Götter erfuhren, webten das Seil "Gleipnir". Es war dehnbar wie Seide, aber stark genug, das niemand es zerreißen konnte, nicht einmal der große Wolf Fenris.
Fenris liebte es, über die Felder zu laufen und zu springen, doch er fühlte sich immer trauriger und einsamer. Und trotzdem hoffte er immer noch, das die Götter eines Tages mit ihm spielen würden. Er wollte ihnen beweisen, daß er ihr Freund sein wollte, und so lief er den Göttern zur Begrüßung abermals entgegen, als sie auf ihn zukamen.
"Komm, Fenris, wir wollen mit dir spielen." sagten die Götter und Fenris heulte vor Freude auf. "Was wollen wir denn spielen?" fragte Fenris und wünschte sich nichts sehnlicher, als den Göttern zu gefallen. Sie zeigten ihm das Band, das die Zwerge gewoben hatten: "Nimm dieses Ende des Bandes und wir nehmen das andere. Wir spielen Seilziehen. Mal sehen, ob du wirklich so stark bist wie wir alle zusammen."
Begeistert nahm Fenris das Band zwischen seine scharfen Zähne und rannte an das andere Ende des Feldes. Aber wie gewaltig sie auch an beiden Enden zogen, das goldene Zwergenband hielt stand. Als die Götter sahen, das Fenris weit weg war, verankerten sie heimlich ihr Ende des Bandes im Urgestein der Insel und riefen Fenris über das Feld zu: "Wickle das Band um deinen Hals, Fenris! Wenn irgendein Wesen dieses Band zerreißen kann, dann du!"
"Ich kann jede Fessel sprengen." dachte Fenris und er wand sich das goldene Band um seinen Hals und sah voller Tatendrang zu den Göttern hinüber. "Ich bin soweit!", rief er, aber als er Tyr mit bedrücktem, niedergeschlagenem Gesichtsausdruck auf den Boden blicken sah, ahnte er bereits, daß die Götter einen gemeinen Trick mit ihm versuchten.
Ein welterschütterndes Knurren fuhr aus seiner Kehle und er rief nach seinem einzigen Freund: "Tyr, mein Freund," heulte er "helfe deinem alten Gefährten Fenris. Gib mir deine Hand als ein Zeichen guten Willens!"
Tyr konnte den qualvollen Ausdruck in Fenris Augen nun nicht mehr länger ertragen und er hielt seinem Freund die Hand hin. Fenris kam heran und legte sanft seine großen Kiefer um Tyr´s Handgelenk. Und wieder zog und zerrte Fenris, und wiederum hielt das goldene Band seiner Kraft stand. Ein drittes mal sammelte er all seine Kräfte und versuchte, seine Fessel zu sprengen. Das Band der Zwerge hielt, und er war immer noch an die Felsen der Insel gekettet.
Und immer noch hielt Fenris Tyr´s Hand in seinem Maul und seine Augen füllten sich mit Tränen, als er in die Augen des einen Gottes blickte, der immer sein einziger Freund gewesen war. Er wusste, daß er für immer hilflos gefangen war. Und Tyr blickte ebenfalls in Fenris Augen und ihn erfüllte eine tiefe Traurigkeit für seinen Freund. Ihr Schicksal nun akzeptierend, schlossen Tyr und Fenris ihre Augen im selben Moment, und als sie das taten, verschlang Fenris Tyr´s Hand.
Aber Tyr starb nicht, er war ja ein Gott, und die anderen Götter zogen ihn zurück und verbanden seine schreckliche Wunde. Und denn nahm Odin sein Schwert und schleuderte es wutentbrannt in Fenris Rachen.
Der arme graue Wolf hustete und röchelte, doch auch er starb nicht, da er eine Schöpfung der Götter war. Erneut heulte er in Qual und Agonie auf, doch die Götter wandten sich von ihm ab und ließen ihn alleine zurück.
Für viele Jahre nun hörten die Götter und Menschen das einsame und klagende Heulen Fenris und schließlich, eines Nachts, konnte er sich endlich befreien und sprang hoch in den Himmel! Schwerer Regen prasselte auf Asgard nieder und in dieser Nacht, bekannt als Götterdämmerung, wurde die alte Welt zerstört und aus dieser Zerstörung wuchs eine neue, friedvollere Welt und Odins Söhne kehrten zurück um über sie zu herrschen
Montag, 23. März 2009
sie kommen wieder schön

Wölfe kehren heim
Wölfe galten in Deutschland für über 150 Jahre als ausgestorben. Durch die Unterschutzstellung und die Öffnung der Grenzen haben sich die Bedingungen verbessert und so kam es, dass sich 1998 in der Muskauer Heide ein Wolfspärchen fand. Das war der Anfang der Wiederbesiedlung Deutschlands. Mittlerweile gibt es drei Wolfsrudel im Osten Deutschlands. Doch nicht jeder freut sich über die Heimkehrer. Um zwischen Naturschützern, Jägern und Landwirten zu vermitteln, veranstaltete das Bundesumweltministerium die Tagung "Wer hat Angst vorm bösen Wolf?" Wir waren natürlich dabei, um uns ein Bild über die Meinungen der unterschiedlichen Interessengruppen zu verschaffen.
Strafe für Wolfstötung
[13.08.08] Für die illegale Tötung eines Wolfes im Dezember 2007 sind jetzt vom Amtsgericht Dannenberg gegen die beiden Schützen Strafen ausgesprochen worden.
Ein 46 Jahre alter Jäger soll für seinen tödlichen Schuss 10.800 Euro zahlen. Ein zweiter Jäger, der mit seinem Schuss den Wolf "nur" verletzte, ist zu 4.000 Euro Strafe verurteilt worden. Beide entdeckten das hinkende Tier im Verlaufe einer Gesellschaftsjagd im Wendland (Landkreis Lüchow-Dannenberg). Sie gaben an, das Tier von seinem Leiden erlöst zu haben. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz darf ein Wolf weder gejagt noch verletzt und auch verwundet nur nach Entscheidung der Naturschutzbehörden getötet werden. Diese hätte aus Sicht der Tierärztlichen Hochschule den Wolf am Leben gelassen. In Hannover war der Wolfsrüde begutachtet und trotz der ersten Verletzung als noch überlebensfähig befunden worden. Beide Jäger haben Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, so dass es nun zum Gerichtsverfahren kommt, das der NABU mit großem Interesse erwartet. Die Forderung des Gesetzes nach Entscheidung durch die zuständige Behörde mag zunächst bürokratisch erscheinen. Der Sinn wird jedoch mit Blick auf frei lebende Wölfe in Sachsen verständlich. In der Lausitz lebt eine einäugige und lahmende Wölfin. Nach dem Maßstab den die verurteilten Schützen an den Tag gelegt haben, wäre auch diese Wölfin "von ihren Qualen zu erlösen" gewesen. Tatsächlich attestiert die Natur ihr jedoch mit jedem erfolgreich aufgezogenen Jungtier absolute Lebensfähigkeit. Die gehandikapte Wölfin ist Mutter eines Rudels und schenkt jährlich Wolfswelpen das Leben. Der Schütze des ersten Schusses konnte trotz umfangreicher Ermittlung nicht ausfindig gemacht werden. Damit droht ein ganz wesentlicher Vorgang ungeahndet zu bleiben: Der Versuch einen frei lebenden gesunden Wolf zu töten.
Mittwoch, 18. März 2009
warum
warum
warum müssen tiere sterben ? wer hat es dem mensch erlaubt sich über gott zustellen weil über tot und leben zuenscheiten ist doch wohl seine sache finde ich und nur um in pelzen rumzulaufen brauch kein tier zusterben oder für mecab das ist das letzte auch für die narung mus mann nicht soviele tiere töten den mann braucht kein fleich im überschus finde ich es wird soweit kommen das die tiere nicht mehr da sind wenn der mensch so weiter macht dan können sie mal schauen was ise angereichtet haben es wird vergessen das die erde nur geliehen ist ich hoffe ihr seit meiner meinung lg astrid
warum müssen tiere sterben ? wer hat es dem mensch erlaubt sich über gott zustellen weil über tot und leben zuenscheiten ist doch wohl seine sache finde ich und nur um in pelzen rumzulaufen brauch kein tier zusterben oder für mecab das ist das letzte auch für die narung mus mann nicht soviele tiere töten den mann braucht kein fleich im überschus finde ich es wird soweit kommen das die tiere nicht mehr da sind wenn der mensch so weiter macht dan können sie mal schauen was ise angereichtet haben es wird vergessen das die erde nur geliehen ist ich hoffe ihr seit meiner meinung lg astrid
Montag, 16. März 2009
वोल्फे 2
Strafe für Wolfstötung
[13.08.08] Für die illegale Tötung eines Wolfes im Dezember 2007 sind jetzt vom Amtsgericht Dannenberg gegen die beiden Schützen Strafen ausgesprochen worden.
Ein 46 Jahre alter Jäger soll für seinen tödlichen Schuss 10.800 Euro zahlen. Ein zweiter Jäger, der mit seinem Schuss den Wolf "nur" verletzte, ist zu 4.000 Euro Strafe verurteilt worden. Beide entdeckten das hinkende Tier im Verlaufe einer Gesellschaftsjagd im Wendland (Landkreis Lüchow-Dannenberg). Sie gaben an, das Tier von seinem Leiden erlöst zu haben. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz darf ein Wolf weder gejagt noch verletzt und auch verwundet nur nach Entscheidung der Naturschutzbehörden getötet werden. Diese hätte aus Sicht der Tierärztlichen Hochschule den Wolf am Leben gelassen. In Hannover war der Wolfsrüde begutachtet und trotz der ersten Verletzung als noch überlebensfähig befunden worden. Beide Jäger haben Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, so dass es nun zum Gerichtsverfahren kommt, das der NABU mit großem Interesse erwartet. Die Forderung des Gesetzes nach Entscheidung durch die zuständige Behörde mag zunächst bürokratisch erscheinen. Der Sinn wird jedoch mit Blick auf frei lebende Wölfe in Sachsen verständlich. In der Lausitz lebt eine einäugige und lahmende Wölfin. Nach dem Maßstab den die verurteilten Schützen an den Tag gelegt haben, wäre auch diese Wölfin "von ihren Qualen zu erlösen" gewesen. Tatsächlich attestiert die Natur ihr jedoch mit jedem erfolgreich aufgezogenen Jungtier absolute Lebensfähigkeit. Die gehandikapte Wölfin ist Mutter eines Rudels und schenkt jährlich Wolfswelpen das Leben. Der Schütze des ersten Schusses konnte trotz umfangreicher Ermittlung nicht ausfindig gemacht werden. Damit droht ein ganz wesentlicher Vorgang ungeahndet zu bleiben: Der Versuch einen frei lebenden gesunden Wolf zu töten.
Donnerstag, 12. März 2009
Geschichte / Allgemeines rund um den Wolf:
Ganz am Anfang wurde der Wolf verehrt, erst später bekam er sein negatives Image zugesprochen. Er wurde zum Konkurrenten vom Menschen, die in ihrer Besiedelung immer mehr zunahmen und mehr Nutzen aus der Landwirtschaft zogen. Der Wolf töte das Vieh der Bauern und das Wild der Jagdherrn. Somit wurde er zum Sündenbock für die furchtbare Lebenssituation der Menschen gemacht. Ein Symbol des Bösen, gleichgestellt mit dem Teufel selbst.Gleichzeitig entstanden viele Mythen um und mit dem Wolf. Der Wolf wird als Ursprung von Städten erwähnt, wie bei Milet in Kleinasien oder Rom in Italien. In beiden Fällen war es eine Wölfin (Italienisch: La Lupa), die ausgesetzte Kinder aufgenommen hatte, die den Ursprung der Stadtgründung wurden. In Rom waren es die Zwillinge Romulus und Remus. In Delphi (früher Lyconia) in Griechenland oder in Lycopolis in Ägypten wurde die Stadt dem Wolfsgott geweiht. Wotan, der oberste Gott der Germanen wurde ständig von 2 Wölfen (Geri und Freki) begleitet. Im Gegensatz dazu, stellte der Wolf in Indien oder in Skandinavien die Nacht dar, er war das Symbol für das Ende der Welt. Gleichzeitig brachte man den Wolf aber auch mit Mut und Ehre in Verbindung. Die Ureinwohner Amerikas, die Indianer, sahen den Wolf als großen Pfadfinder und Lehrer. Der Wolf war für sie ein großer und kraftvoller Geist der Natur, von dem sie lernen und dessen Schutz sie erbaten. Selbst die Eskimos, Griechen und Römer hatten ein normales Verhältnis mit dem Wolf.
Die Vorfahren des Wolfes, waren Fleischfresser, die vor 100 bis 120 Millionen Jahren auf dem nordamerikanischen Kontinent lebten. Er hat sich ursprünglich in den nördlichen Regionen entwickelt, und sich von dort aus ausgebreitet. Vor etwa 55 Millionen Jahren entwickelten sich die ersten Säugetiere mit Ansätzen von Fangzähnen, aus denen sich später unsere heutigen Fleischfresser (Hund, Katze, Hyänen und Bären) entwickelten. Der Cynodictis entwickelte sich vor ca. 30 - 40 Millionen Jahre, er hatte schon die gleiche Anzahl von Zähnen wie unser heutiger Wolf, war aber kleiner und hatte einen flexibleren Körperbau. Die Läufe waren wesentlich kürzer, er sah mehr nach einem Wiesel aus. Mit der Zeit wurden die Läufe länger und kräftiger, die fünfte, innenwendige Zehe entwickelte sich zu einem Überbleibsel zurück, der Schwanz wurde kürzer. Der Wolf erreichte seine heutige Form vor etwa 1 bis 2 Millionen Jahren. Der Canis Dirus (Direwolf) lebte in der Eiszeit, er war sehr viel größer als unsere heutigen Wölfe, starb aber Ende der Eiszeit aus. Die Zähmung und Domestizierung des Wolfes begann bereits vor 135.000 Jahren. es entstand eine lange und erfolgreiche Freundschaft. Menschen jagten gemeinsam mit ihren neuen Gefährten. Drei Viertel aller Hunde sind trotz ihrer Züchtung relativ nah mit dem Wolf verwandt. Der Hund (Canis lupus familiaris = Wolf domestizierte Hausform) stammt zweifelfrei vom Wolf ab. 250 Jahre lang zählte man den Hund als eigene Spezies an, mit dem wissenschaftlichen Namen Canis familiaris, erst 1993 berichtigte man diesen Fehler und er bekam seinen neuen wissenschaftlichen Namen, wo eindeutig hervorgeht das er zu der Spezies lupus, also Wolf, dazugehört. Wölfe und Hunde können sich problemlos miteinander paaren und bringen zeugungsfähige Nachkommen zur Welt.
Ganz am Anfang wurde der Wolf verehrt, erst später bekam er sein negatives Image zugesprochen. Er wurde zum Konkurrenten vom Menschen, die in ihrer Besiedelung immer mehr zunahmen und mehr Nutzen aus der Landwirtschaft zogen. Der Wolf töte das Vieh der Bauern und das Wild der Jagdherrn. Somit wurde er zum Sündenbock für die furchtbare Lebenssituation der Menschen gemacht. Ein Symbol des Bösen, gleichgestellt mit dem Teufel selbst.Gleichzeitig entstanden viele Mythen um und mit dem Wolf. Der Wolf wird als Ursprung von Städten erwähnt, wie bei Milet in Kleinasien oder Rom in Italien. In beiden Fällen war es eine Wölfin (Italienisch: La Lupa), die ausgesetzte Kinder aufgenommen hatte, die den Ursprung der Stadtgründung wurden. In Rom waren es die Zwillinge Romulus und Remus. In Delphi (früher Lyconia) in Griechenland oder in Lycopolis in Ägypten wurde die Stadt dem Wolfsgott geweiht. Wotan, der oberste Gott der Germanen wurde ständig von 2 Wölfen (Geri und Freki) begleitet. Im Gegensatz dazu, stellte der Wolf in Indien oder in Skandinavien die Nacht dar, er war das Symbol für das Ende der Welt. Gleichzeitig brachte man den Wolf aber auch mit Mut und Ehre in Verbindung. Die Ureinwohner Amerikas, die Indianer, sahen den Wolf als großen Pfadfinder und Lehrer. Der Wolf war für sie ein großer und kraftvoller Geist der Natur, von dem sie lernen und dessen Schutz sie erbaten. Selbst die Eskimos, Griechen und Römer hatten ein normales Verhältnis mit dem Wolf.
Die Vorfahren des Wolfes, waren Fleischfresser, die vor 100 bis 120 Millionen Jahren auf dem nordamerikanischen Kontinent lebten. Er hat sich ursprünglich in den nördlichen Regionen entwickelt, und sich von dort aus ausgebreitet. Vor etwa 55 Millionen Jahren entwickelten sich die ersten Säugetiere mit Ansätzen von Fangzähnen, aus denen sich später unsere heutigen Fleischfresser (Hund, Katze, Hyänen und Bären) entwickelten. Der Cynodictis entwickelte sich vor ca. 30 - 40 Millionen Jahre, er hatte schon die gleiche Anzahl von Zähnen wie unser heutiger Wolf, war aber kleiner und hatte einen flexibleren Körperbau. Die Läufe waren wesentlich kürzer, er sah mehr nach einem Wiesel aus. Mit der Zeit wurden die Läufe länger und kräftiger, die fünfte, innenwendige Zehe entwickelte sich zu einem Überbleibsel zurück, der Schwanz wurde kürzer. Der Wolf erreichte seine heutige Form vor etwa 1 bis 2 Millionen Jahren. Der Canis Dirus (Direwolf) lebte in der Eiszeit, er war sehr viel größer als unsere heutigen Wölfe, starb aber Ende der Eiszeit aus. Die Zähmung und Domestizierung des Wolfes begann bereits vor 135.000 Jahren. es entstand eine lange und erfolgreiche Freundschaft. Menschen jagten gemeinsam mit ihren neuen Gefährten. Drei Viertel aller Hunde sind trotz ihrer Züchtung relativ nah mit dem Wolf verwandt. Der Hund (Canis lupus familiaris = Wolf domestizierte Hausform) stammt zweifelfrei vom Wolf ab. 250 Jahre lang zählte man den Hund als eigene Spezies an, mit dem wissenschaftlichen Namen Canis familiaris, erst 1993 berichtigte man diesen Fehler und er bekam seinen neuen wissenschaftlichen Namen, wo eindeutig hervorgeht das er zu der Spezies lupus, also Wolf, dazugehört. Wölfe und Hunde können sich problemlos miteinander paaren und bringen zeugungsfähige Nachkommen zur Welt.
Mittwoch, 11. März 2009
wolfe
hallo ich schreibe in meinem blog um den wölfen zuhelfen wieder so zuleben wie es ihnen zusteht
weil keiner hat das recht ihnen alles wegzunemen vor allem das recht ihr leben zu leben wie es seien soll in freiheit
Wölfe kehren heim
Wölfe galten in Deutschland für über 150 Jahre als ausgestorben. Durch die Unterschutzstellung und die Öffnung der Grenzen haben sich die Bedingungen verbessert und so kam es, dass sich 1998 in der Muskauer Heide ein Wolfspärchen fand. Das war der Anfang der Wiederbesiedlung Deutschlands. Mittlerweile gibt es drei Wolfsrudel im Osten Deutschlands. Doch nicht jeder freut sich über die Heimkehrer. Um zwischen Naturschützern, Jägern und Landwirten zu vermitteln, veranstaltete das Bundesumweltministerium die Tagung "Wer hat Angst vorm bösen Wolf?" Wir waren natürlich dabei, um uns ein Bild über die Meinungen der unterschiedlichen Interessengruppen zu verschaffen.
Strafe für Wolfstötung
[13.08.08] Für die illegale Tötung eines Wolfes im Dezember 2007 sind jetzt vom Amtsgericht Dannenberg gegen die beiden Schützen Strafen ausgesprochen worden.
Ein 46 Jahre alter Jäger soll für seinen tödlichen Schuss 10.800 Euro zahlen. Ein zweiter Jäger, der mit seinem Schuss den Wolf "nur" verletzte, ist zu 4.000 Euro Strafe verurteilt worden. Beide entdeckten das hinkende Tier im Verlaufe einer Gesellschaftsjagd im Wendland (Landkreis Lüchow-Dannenberg). Sie gaben an, das Tier von seinem Leiden erlöst zu haben. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz darf ein Wolf weder gejagt noch verletzt und auch verwundet nur nach Entscheidung der Naturschutzbehörden getötet werden. Diese hätte aus Sicht der Tierärztlichen Hochschule den Wolf am Leben gelassen. In Hannover war der Wolfsrüde begutachtet und trotz der ersten Verletzung als noch überlebensfähig befunden worden. Beide Jäger haben Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, so dass es nun zum Gerichtsverfahren kommt, das der NABU mit großem Interesse erwartet. Die Forderung des Gesetzes nach Entscheidung durch die zuständige Behörde mag zunächst bürokratisch erscheinen. Der Sinn wird jedoch mit Blick auf frei lebende Wölfe in Sachsen verständlich. In der Lausitz lebt eine einäugige und lahmende Wölfin. Nach dem Maßstab den die verurteilten Schützen an den Tag gelegt haben, wäre auch diese Wölfin "von ihren Qualen zu erlösen" gewesen. Tatsächlich attestiert die Natur ihr jedoch mit jedem erfolgreich aufgezogenen Jungtier absolute Lebensfähigkeit. Die gehandikapte Wölfin ist Mutter eines Rudels und schenkt jährlich Wolfswelpen das Leben. Der Schütze des ersten Schusses konnte trotz umfangreicher Ermittlung nicht ausfindig gemacht werden. Damit droht ein ganz wesentlicher Vorgang ungeahndet zu bleiben: Der Versuch einen frei lebenden gesunden Wolf zu töten.
lest das es ist ein anfang wenn jeder etwas tut dan schafen wir das auch lg astrid
weil keiner hat das recht ihnen alles wegzunemen vor allem das recht ihr leben zu leben wie es seien soll in freiheit
Wölfe kehren heim
Wölfe galten in Deutschland für über 150 Jahre als ausgestorben. Durch die Unterschutzstellung und die Öffnung der Grenzen haben sich die Bedingungen verbessert und so kam es, dass sich 1998 in der Muskauer Heide ein Wolfspärchen fand. Das war der Anfang der Wiederbesiedlung Deutschlands. Mittlerweile gibt es drei Wolfsrudel im Osten Deutschlands. Doch nicht jeder freut sich über die Heimkehrer. Um zwischen Naturschützern, Jägern und Landwirten zu vermitteln, veranstaltete das Bundesumweltministerium die Tagung "Wer hat Angst vorm bösen Wolf?" Wir waren natürlich dabei, um uns ein Bild über die Meinungen der unterschiedlichen Interessengruppen zu verschaffen.
Strafe für Wolfstötung
[13.08.08] Für die illegale Tötung eines Wolfes im Dezember 2007 sind jetzt vom Amtsgericht Dannenberg gegen die beiden Schützen Strafen ausgesprochen worden.
Ein 46 Jahre alter Jäger soll für seinen tödlichen Schuss 10.800 Euro zahlen. Ein zweiter Jäger, der mit seinem Schuss den Wolf "nur" verletzte, ist zu 4.000 Euro Strafe verurteilt worden. Beide entdeckten das hinkende Tier im Verlaufe einer Gesellschaftsjagd im Wendland (Landkreis Lüchow-Dannenberg). Sie gaben an, das Tier von seinem Leiden erlöst zu haben. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz darf ein Wolf weder gejagt noch verletzt und auch verwundet nur nach Entscheidung der Naturschutzbehörden getötet werden. Diese hätte aus Sicht der Tierärztlichen Hochschule den Wolf am Leben gelassen. In Hannover war der Wolfsrüde begutachtet und trotz der ersten Verletzung als noch überlebensfähig befunden worden. Beide Jäger haben Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, so dass es nun zum Gerichtsverfahren kommt, das der NABU mit großem Interesse erwartet. Die Forderung des Gesetzes nach Entscheidung durch die zuständige Behörde mag zunächst bürokratisch erscheinen. Der Sinn wird jedoch mit Blick auf frei lebende Wölfe in Sachsen verständlich. In der Lausitz lebt eine einäugige und lahmende Wölfin. Nach dem Maßstab den die verurteilten Schützen an den Tag gelegt haben, wäre auch diese Wölfin "von ihren Qualen zu erlösen" gewesen. Tatsächlich attestiert die Natur ihr jedoch mit jedem erfolgreich aufgezogenen Jungtier absolute Lebensfähigkeit. Die gehandikapte Wölfin ist Mutter eines Rudels und schenkt jährlich Wolfswelpen das Leben. Der Schütze des ersten Schusses konnte trotz umfangreicher Ermittlung nicht ausfindig gemacht werden. Damit droht ein ganz wesentlicher Vorgang ungeahndet zu bleiben: Der Versuch einen frei lebenden gesunden Wolf zu töten.
lest das es ist ein anfang wenn jeder etwas tut dan schafen wir das auch lg astrid
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